Steglitz-Zehlendorf. Über jeden Bedarf hinaus hat der Senat offenbar Gemeinschaftsunterkünfte zur Unterbringung Zufluchtsuchender geplant, nur um das bis Ende dieses Jahres geltende Sonderbaurecht auszunutzen. So entstehe einerseits Leerstand, während andererseits die Schaffung von Raum für Wohnungslose im Rahmen der Kältehilfe durch eben diese leerstehenden Häuser verhindert werde, beklagt der CDU-Bezirksverordnete Bernhard Lücke.

Der Politiker hat deswegen beim Bezirksamt angefragt:

1. wieviel Leerstand es bei den besagten Unterkünften gibt;

2. warum das Land Berlin am Beelitzhof in Nikolassee eine Gemeinschaftsunterkunft nach einem Muster bauen möchte, das nicht ohne weiteres zu Wohnzwecken genutzt werden kann;

3. wer die falsch eingebauten Küchen der Anlage in der Bäkestraße und den Planungsfehler zu verantworten hat, daß Lieferanten die Unterkunft in der Leonorenstraße erreichen.

Darüber hinaus steht nach Lückes Ansicht in Frage, ob die etwa 830 durch die Fehlplanung nicht besetzten Quartiere überhaupt benötigt werden. Der CDU-Politiker will deshalb vom Bezirksamt wissen, ob das Bezirksamt ein Genehmigungsverfahren in Gang setzt, um Wohnungslose in nicht genutzten Behausungen unterbringen zu können.

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